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Häufige Darmprobleme

Der Darm bereitet den meisten von uns ab und zu Probleme, aber normalerweise fühlen wir uns nach ein paar Tagen wieder besser.  Für andere sind die Probleme dauerhaft vorhanden. Das Leben mit Darmproblemen ist eine Herausforderung und kann die Lebensqualität einschränken, z. B. das Sozialleben oder einfach nur zur Arbeit zu gehen. Gleichzeitig ist es auch schwierig, darüber zu sprechen. Es ist jedoch wichtig, diese Probleme anzusprechen und Hilfe zu suchen. Mit Unterstützung und der richtigen Behandlung können Sie Ihr Leben zurückerhalten.

Darmprobleme kann alles bedeuten: Manche Menschen haben chronische Verstopfung, andere verbringen Stunden im Bad, weil sie ihren Darm nicht richtig kontrollieren können und es durch Stuhlinkontinenz zu unbeabsichtigten Darmentleerungen kommen kann. Manche leiden sogar zeitgleich unter beidem.

Verstopfung

Verstopfung ist ein häufiges Gesundheitsproblem, das durch seltene und unregelmäßige Stuhlgänge gekennzeichnet ist, was zu harten, trockenen Stühlen führt, die schwer abgeführt werden können. Dies kann zu starken Magenschmerzen und einem Blähbauch, Unbehagen und längeren Sitzungen auf der Toilette führen.

Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz ist eine weitere häufige Erkrankung, von der bis zu 10 % der erwachsenen Allgemeinbevölkerung betroffen sind. Stuhlinkontinenz ist ein unfreiwilliger Verlust von Gasen, flüssigem oder festem Stuhl, wodurch es zu  unbeabsichtigten Darmentleerungen kommen kann. Dies kann zutiefst belastend sein, Hygieneprobleme verursachen und soziale Interaktionen einschränken.

Ursachen

Die zugrunde liegenden Ursachen für Darmsymptome können variieren. Eine neurogene Darmfunktionsstörung (NDFS) liegt vor, wenn die Ursache neurogen ist, d. h. eine Krankheit oder Verletzung des zentralen Nervensystems oder der peripheren Nerven, die an der Kontrolle der Darmentleerung beteiligt sind, vorliegt.

Beispiele dafür sind:

  • Rückenmarksverletzung
  • Multiple Sklerose
  • Spina bifida
  • Parkinson

Andere Punkte, die zu Darmfunktionsstörungen führen können, sind: 

  • funktionelle Darmstörungen, wenn keine zugrunde liegenden Ursachen gefunden werden können
  • mangelnde Funktion des Beckenbodens - zum Beispiel infolge von Komplikationen nach der Geburt
  • nach einem chirurgischen Eingriff – beispielsweise tiefes anteriores Resektionssyndrom (LARS)
  • Morbus Hirschsprung
  • Darm- oder Rektumkrebs
  • Anorektale Fehlbildung