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Wie die Compliance bei transanaler Irrigation (TAI) erhöht werden kann

Eines der größten Probleme bei der transanalen Irrigation (TAI) besteht darin, dass viele Anwender zu früh aufgeben – bevor die Behandlung ihre Wirksamkeit entfalten kann.

Wenn die Behandlung erst einmal greift, ist das Ergebnis hervorragend. Die TAI ist keine Sofortlösung, sondern ein Prozess. Darüber müssen sich sowohl die Patienten als auch das Pflegepersonal im Klaren sein, wenn sie die TAI beginnen.

Wir haben zwei Experten gebeten zu erläutern, wie die Compliance bei der TAI ihrer Ansicht nach erhöht werden kann.
Gabriele Bazzocchi full width

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Guiseppe Preziosi

Zusammengefasst kommt Guiseppe Preziosi zu dem Schluss, dass sich die Compliance wie folgt optimieren lässt:

  • Die Patienten müssen sorgfältig ausgewählt sowie richtig motiviert und angeleitet werden.
  • Die Behandlung muss im Hinblick auf die Häufigkeit, die Wassermenge, das Ballonvolumen usw. für jede Person individuell angepasst werden.
  • Die Wahl des richtigen Geräts ist wichtig: Es muss für den Patienten geeignet sein und eine individuelle Anpassung der Behandlung ermöglichen.
  • Um die obigen Punkte zu erreichen, ist es sehr hilfreich, wenn das Gerät die Überwachung der Fortschritte unterstützt.
Gabriele Bazzocchi

Gabriele Bazzocchi erläutert wissenschaftliche Aspekte der TAI, die Darmbewegungen und die Rolle des Drucks. Er präsentiert Ergebnisse aus seinen Experimenten, bei denen er den Druck im Darm während der TAI, sowie den Wasserdruck und den Ballondruck unter verschiedenen Bedingungen gemessen hat. Es handelte sich um eine Studie zum Vergleich zwischen TAI-Geräten mit manueller und / oder elektronischer Pumpe.


Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse von Gabriele Bazzocchi:

  • Die Geräte mit Handpumpe unterscheiden sich im Hinblick auf die Sicherheit durch das Vorhandensein eines Ventils an der Abdeckung des Wasserbehälters. Dieses Ventil öffnet sich, wenn der Druck einen für den Darm potenziell gefährlichen Wert erreicht1
  • Eine elektronische Pumpe garantiert einen geringen und konstanten Luftstrom, damit der Ballon die richtige Größe bei niedrigerem Innendruck erreicht und sich besser anpassen kann. Dieses Verfahren zum Aufblasen des TAI-Katheterballons ist das sicherste für SCI-Patienten2.
  • Ein elektronisches Gerät ist zudem genau und nicht den Einschränkungen des Aufpumpens von Hand unterworfen. Dadurch wird das Risiko einer unsachgemäßen Verwendung des Irrigationssystems weiter gesenkt2.

 

1. Bazzocchi G, Poletti E, Musco S. ISCoS annual meeting. 2016:Abstract 109.

2. Bazzocchi G, Musco S, Landi L. ISCoS annual meeting. 2016:Abstract 83.


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