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Auswirkungen von Spina bifida und Myelomeningozele auf die Blase

Mit dem Sammelbegriff Spina bifida werden alle Geburtsfehler bezeichnet, bei denen ein unvollständiger Verschluss des Rückenmarks vorliegt. Diese angeborene Fehlbildung tritt im ersten Schwangerschaftsmonat auf. Die häufigste Form von Spina Bifida ist Myelomeningozele, ein Neuralrohrdefekt, bei dem die Wirbelkörper nicht vollständig ausgebildet werden. Dadurch wölben sich das Rückenmark und das umgebende Gewebe und treten aus dem Rücken des Kindes hervor.

Dies kann auch Funktionsstörungen des Rückenmarks selbst und der Nervenwurzeln auslösen. Dieser mangelhafte Verschluss kann an jeder Stelle der Wirbelsäule auftreten, vom Hals bis zum Steiß, doch am häufigsten wird er im Lendenbereich beobachtet. Eine Spina bifida wird so früh wie möglich nach der Geburt, wenn möglich innerhalb der ersten 24 Stunden, operativ geschlossen.


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Bei 90 % aller Spina bifida-Patienten ist die Nervenfunktion der Blase betroffen, da die Nervenimpulse ihr Ziel nicht auf normalem Wege erreichen können. Das hat auch Funktionsstörungen der Muskeln mit Lähmungen, eingeschränkter Mobilität, Taubheitsgefühl und schlechter Blutzirkulation in den Beinen zur Folge und erhöht das Risiko von Knochenbrüchen. Viele dieser Menschen sind auf den Rollstuhl angewiesen, und es kann zu Fehlstellungen der Hüftgelenke, der Beine und des Rückens kommen. 

Bei einer partiellen Rückenmarkschädigung verlieren Sie teilweise die Möglichkeit, Ihre Muskeln zu steuern. Ein Teil der Signale kann aber immer noch empfangen und gesendet werden. In diesen Fällen ist der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) eine gute Alternative zur Blasenentleerung. Er ermöglicht ein längeres, gesünderes Leben und mehr Unabhängigkeit. 


Ausführlichere Informationen zu Spina bifida erhalten Sie unter www.asbh.de

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